Eco-BerbertaschenAndrea Kolb und die stylishen Eco-Berbertaschen aus Marokko !

Jede Tasche erzählt eine Geschichte bei ABURY. Das ist ganz wortwörtlich gemeint, denn in jeder Tasche steckt eine Papierrolle mit einem aufgedruckten Berbermärchen. Das ist nur ein kleines, aber feines Detail von vielen bei dem Label. Aber die Taschen erzählen auch eine Kulturgeschichte, nämlich die des Berbervolkes, die Geschichte einer uralten Tradition und die Geschichte eines Landes. Die Taschen werden noch wie anno dazumal in einem kleinen Dorf in der Nähe von Marrakesch von Hand hergestellt. Im Atlasgebirge leben und arbeiten die Näherinnen und besticken die Taschen von Hand. So wie das auch schon vor hunderten von Jahren gemacht wurde.

ABURY hilft dabei, diese Tradition zu bewahren und die Kulturtechnik der Berbertaschen zu erhalten. Außerdem wird dann auch ganz frech und modern mit der Berberkultur umgegangen, und Taschen für die moderne Technik entworfen. Schließlich hatte der Berber von früher sicher kein iPad oder iPhone. Aber natürlich gibt es bei ABURY trotzdem Cases dafür. Gott sei Dank nehmen es die Macher von Abury an dieser Stelle mit der Tradition nicht so genau! Wäre ja schade um die hübschen Cases… ;-)

Den Start machen die „BerberBags“ – traditionell handgefertigte Vintage-Ledertaschen aus Marokko. Diese wertvollen Vintagefundstücke mit ihrer authentischen Blumenstickerei sind geschichtsträchtige Originale. Hauptsächlich Männer trugen sie auf ihren Reisen durch das Maghreb, zum Beispiel verrät der Faden viel über den ehemaligen Besitzer. War es ein Seidenfaden, war er vermögend, besonders aufwendig bestickt wurden die Taschen für Hochzeiten und Geburten.

Aus den Gewinnen der ABURY-Kollektion werden Nähschulen aufgebaut um marokkanischen Frauen eine Ausbildung zuermöglichen.Die Initiatorin und Geschäftsführerin Andrea Kolb sorgt vor Ort unter anderem auch dafür, dass faire Löhne und Arbeitsbedingungen gewährleistet werden.

Das schönste an der ganzen Geschichte ist aber der soziale Aspekt bei ABURY. Der Gewinn kommt den Frauen vor Ort zugute, die eine Ausbildung machen können, und anschließend ihr eigenes Geld verdienen. Das ist so gar nicht selbstverständlich in einem männerdominierten Land wie Marokko. Brunnen werden auch noch gebaut und Schulen.  Und die Teile von ABURY sind SO HÜBSCH, dass sie ihre Trägerin bestimmt auch glücklich machen, nicht nur die Näherinnen, die dafür einen fairen Lohn bekommen. Sozusagen eine Win-Win-Situation, wie Andrea im Interview so treffend sagt.

Interview mit Andrea Kolb

Was steckt hinter dem Namen ABURY?

Andrea Kolb: Wir haben lange über den Namen nachgedacht – und hatten viele Varianten – und ABURY bekam die besten Kritiken im „Strassentest“ –  mein Mädchenname – Andrea Bury.

Wie bist Du auf die Idee zu diesem Projekt gekommen?

Andrea Kolb: Während der Bauarbeiten habe ich eine alte Berbertasche geschenkt bekommen. Die nahm ich mit nach Deutschland – meine Freundinnen wollten auch alle eine. Gleichzeitig erfuhr ich auf der Baustelle von den Kunsthandwerkern viel über ihr Leben: darüber, dass Handwerk schlecht bezahlt wird und die Kinder das Handwerk deswegen nicht mehr lernen und es ausstirbt, darüber, dass die Frauen oft gar nichts arbeiten können, womit sie Geld verdienen, viele nicht lesen und schreiben können, etc.

Und da dachte ich – hm – daraus könnte man doch ein Modell generieren, in dem man die Menschen vor Ort darin unterstützt, Design und Qualität zu verbessern und Vertriebskanäle schafft, damit sie ihre Produkte auch absetzen können – und dann faire Löhne zahlt und über eine Foundation 50% des Gewinns zurück gibt, um Bildungsmassnahmen und Community-Projekte zu fördern. Quasi eine Win-Win Situation !

Wie funktioniert das Projekt? Hilfe zur Selbsthilfe?

Andrea Kolb: Ja – langfristig. Wichtig ist Bildung – und die braucht Zeit.

Wie viel kommt bei den Frauen an – in Prozent zum Beispiel?

Andrea Kolb: Das ist schwierig zu sagen pro Frau – wir nutzen natürlich viel Geld für die Schaffung der Infrastruktur zum Beispiel – wir haben erst einmal ein Schulgebäude gebaut, Schulbücher gekauft, Lehrer bezahlt, Leder und Materialien, Stühle und Bänke gekauft etc. Das kommt ja alles auch den Frauen zu Gute, aber eben nicht direkt in cash im ersten Schritt. Während der Ausbildung bekommen sie also alles kostenfrei von ABURY finanziert, dann beginnen sie mit einem kleinen Gehalt und bekommen je besser sie werden immer mehr.

Ich stelle mir das schwierig vor dorthin zu kommen und dann die Menschen davon zu überzeugen, mit mir zusammenzuarbeiten, mir zu Vertrauen – wie hast Du das geschafft?

Andrea Kolb: Offenheit, Neugier und Beharrlichkeit

Die Berbertaschen haben eine lange Tradition – kannst Du uns die Geschichte dazu erzählen?

Andrea Kolb: Die Berbertaschen waren ursprünglich Männertaschen, die grösstenteils auch von Männern produziert wurden. Viele waren früher ja als Nomaden unterwegs oder dann auch als fahrende Taglöhner etc. Sie trugen die Tasche häufig unter ihrer Djellaba und hatten darin ihr Brot, ihr Geld, ihren Schnupftabak und sonstige Kostbarkeiten!

Wie wichtig ist Dir der Aspekt der „Bewahrung“ der alten Berber-Kultur?

Andrea Kolb: Das ist ein wichtiger Aspekt von vielen – die Berber-Kultur ist wahnsinnig reichhaltig – und faszinierend. Vieles davon ist schon verloren gegangen – zu vielen Mustern auf den Taschen kann mir z.B. heute schon keiner mehr Antwort geben, was sie bedeuten. Aber die Bewahrung des kulturellen Erbes ist nicht das Hauptargument für die Wahl des Projekts!

In den Taschen ist immer eine Papierrolle auf der alte Berbermärchen stehen – warum?

Andrea Kolb: Neben den materiellen Kulturwerten verlieren wir durch Fernsehen und moderne Gadgets auch immer mehr immaterielle Kulturwerte, da wir uns keine Zeit nehmen mehr fürs Geschichten erzählen und für Rituale. Genau das passiert auch in Marokko – und deswegen haben wir noch ein paar alte Berbermärchen gesammelt und jede Tasche bekommt eines dieser alten Märchen mit.  Märchen geben einen Einblick in die Gesellschaft, wie sie aufgebaut ist, was für Werte sie vertritt – sie werden ja hauptsächlich zur Kindererziehung eingesetzt.

Du hast als Botschafterinnen auch Schauspielerinnen, Bettina Zimmermann und jetzt Jana Pallaske – wie sind die beiden mit ins Spiel gekommen?

Andrea Kolb: Ich hatte die Möglichkeit bekommen, beiden jeweils das Projekt vorzustellen. Beide waren begeistert – Jana Pallaske war ja auch bereits zweimal in Marrakesch und hat sich auch alles selbst angesehen. Beide, wie auch alle anderen Botschafter, machen das komplett pro bono!

Wie und wo werden die Taschen, Schuhe und Accessoires hergestellt?

Andrea Kolb: Alle Produkte werden in und um Marrakesch von Hand hergestellt. D.h. zur Herstellung der Leder-iPad-Bags haben die Frauen und Männer nur eine Ahle und eine Nadel – keine Nähmaschine.

Wer macht das Design der Taschen und Schuhe?

Andrea Kolb: Das Design der Taschen wird jedes Jahr von einem anderen Designer entwickelt – die erste Kollektion war von Yannick Hervy, einem französischen Designer und die zweite wird Ende des Jahres von einer brasilianischen Designerin kommen.

Die Schuhe sind traditionell – daran haben wir kaum etwas verändert.

Zum Schluss die Frage, die uns alle beschäftigt. Bislang gibt es Taschen und Schuhe, was kommt als nächstes?

Andrea Kolb: Das wird nicht verraten !

 

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